Landesring Mecklenburg-Vorpommern der Deutschen Philatelisten-Jugend e.V.

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Briefmarken Jugend Mecklenburg-Vorpommern: Philatelisten bilden.bewegen.begeistern
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Jahreshauptversammlung in Rechlin am 26./27.04.2015

Holger am 02.06.2015

Die diesjährige Jahreshauptversammlung des Landesringes Mecklenburg-Vorpommern fand in meinem Heimatdorf Rechlin vom 26.04.2015 bis 27.04.2015 statt.

Hierzu wurden u.a. die Vertreter aus Schwerin, Ludwigsburg, Rostock, Hagenow, Braunschweig und ein Ausstellungswart aus Schulzendorf eingeladen. Über die rege Teilnahme waren wir als kleiner Rechliner Philatelistenverein hoch erfreut. Auch wenn die anwesenden Herren allesamt meine Väter oder Großväter sein könnten, war es spannend, was sie aus ihren Regionen zu berichten hatten.

Rechlin war früher ein wichtiger Standort in der Erprobungsgeschichte der Deutschen Wehrmacht. Hier ist uns sehr wenig bekannt, da es keine Zeitzeugen mehr gibt. Ein Museum in Rechlin Nord zeigt sehr interessante Exponate aus der damaligen Zeit und lässt den Besuchern an den geschichtlichen und technischen Einmaligkeiten erstarren.

Für uns Kinder und Jugendliche ist es nichts besonderes, wir leben hier und heute und können uns nicht in die dramatische Lage dieser Zeit hineinversetzen und eine persönliche Überlieferung ist kaum noch möglich. So ist diese Epoche von Rechlin für uns Geschichte und für unsere Gäste Faszination.

Am Sonnabend haben wir uns alle im Aparthotel "Zur Müritz" um 10.30 Uhr getroffen. Das Hotel liegt im Kern von Rechlin, welcher vor 1989 "Russensektor" genannt wurde, weil dort über 5000 russische Soldaten mit ihren Familien stationiert waren.

Die Tagesordnung war lang und führte über die Begrüßung, die Wahl des Versammlungsleiters, den Bericht des Vorsitzenden, den Kassenbericht und die Berichte der Fachstellenleiter bis hin zur Diskussion.

Dies sind wichtige Punkte in einer Jahreshauptversammlung und dennoch war es für mich wenig aufschlussreich und ich konnte mit vielen vorgelesenen und besprochenen Punkten wenig anfangen. Wir Jugendlichen sehen unsere Arbeit in der Philatelie und kümmern uns wenig oder gar nicht um Ausstellungsvorbereitung, Beantragung von Ausstellerpässen, Bereitstellung von Sponsorengeldern, Einberufung von Preisrichtern und und und. Dies ist alles in einem Verein wichtig und dringend erforderlich, um eine reibungslose Arbeit zu gewährleisten. Jedoch scheint mir dies immer schwieriger zu werden in einer Zeit, in der Kinder und Jugendliche anderen Hobbys nachgehen als dem Briefmarkensammeln.

In der Diskussion ging es um die Unterstützung der einzelnen Jugendgruppen durch den Verband. Wir als Rechliner Jugendgruppe (Alter 7 bis 16 Jahre) sind derzeit 10 aktive Mitglieder, haben 7 Ausstellungsobjekte in Rang 3 und ein Objekt in Rang 2 in ständiger Bearbeitung. Ich selbst werde im nächsten Jahr erstmalig in Rang 1 ausstellen! Wir nehmen an den meisten Ausstellungen in Deutschland teil und besuchen mit der Jugendgruppe nicht nur die regionalen Ausstellungen, sondern auch die HanseSail in Rostock, die Briefmarkenmesse Wittstock und die Briefmarkenbörse in Berlin. Zudem gibt es zwei Ausstellungen an der Schule und zu besonderen Anlässen (jährlich mehrmals) in verschiedenen Einrichtungen oder im Museum.

Dies erfordert nicht nur philatelistisches Fachwissen, welches uns unser Gruppenleiter Herr Dietrich Spohd jahrelang vermittelt hat und immer noch vermittelt. Auch hohes persönliches Engagement und Disziplin von den kleinen und den großen Sammlerfreunden sind wichtig.

Der wichtigste Punkt ist die finanzielle Unterstützung und ein finanzieller Spielraum, um weiter wie bisher so gute Arbeit an den Objekten zu leisten und bei den Ausstellungen hohe Bewertungen zu erzielen. Diese dringend notwendige Unterstützung haben wir bei der Versammlung angesprochen und um Hilfe gebeten! Der Vorsitzende, Herr Holger Kienscherf, und alle anderen Anwesenden verstanden unser Anliegen und versprachen Unterstützung. Dies Versprechen gilt es jetzt mit Leben zu erfüllen und in der Gruppe zu spüren.

Persönliches Engagement aller unserer Gruppenleiter kann man nicht mit Geld aufwiegen, dennoch kann man heutzutage Kinder und Jugendliche für die Philatelie begeistern, wenn ihnen dort auch etwas geboten wird. Der Fußballverein, der Segelverein, der Zumbakurs und der Boxclub brauchen nicht um Mitglieder werben, hier gibt es jährlichen Zulauf, ganz automatisch. Dies ist bei den Philatelisten nicht der Fall!

Nach einer hitzigen Diskussion, vielen trostspendenden Worten und der Zusage zu helfen, endete für mich der erste Tag meiner ersten Jahreshauptversammlung.

Es war interessant, vielversprechend, neu für mich, anstrengend und doch richtungsweisend.

Ich habe neben vielen anderen jungen Menschen dieses Hobby mal meiner Mutter zu Liebe begonnen und jetzt ist es ein wesentlicher Teil meiner Freizeit, meines Lebens geworden. Ich habe Vieles gelernt, Neues entdeckt, Eindrücke gewonnen, Freundschaften geknüpft und Ruhe für mein anstehendes Fachabi gefunden.

Briefmarken sind so viel mehr als nur ein kleines, gezacktes Stück Papier!

Am Nachmittag des Samstags, 26. April, wurde das Luftfahrttechnische Museum in Rechlin Nord unter der Führung von Dietrich Spohd besichtigt und begeisterte alle Teilnehmer.
Nach dem letzten Tagungsordnungspunkt am Sonntag traten die Teilnehmer die Heimreise mit vielen Eindrücken an.

Für mich und die Jugendgruppe Rechlin sowie für die Seniorengruppe der Philatelie in Rechlin zeigte die hohe Teilnehmerzahl an dieser Jahreshauptversammlung ein gewisses Interesse und eine Wertschätzung.

Es war eine interessante und konstruktive Veranstaltung im Sinne Aller. Weiter so!

geschrieben von Annalena Bresin (16 Jahre), Jugendgruppe Rechlin

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